Joachim Neander war "Rector der reformierten Lateinschule zu Düsseldorf" in der Zeit von 1674 bis 1679. Er ist Komponist und Dichter wichtiger Kirchenlieder, die rund um die Welt in den meisten Kirchen bekannt sind. (Lobet den Herren, Wunderbarer König...).

Erst im Jahre 1916 wurde die Kirche in der Altstadt nach ihm benannt. Sie ist damit sozusagen die Mutterkirche der Düsseldorfer Gemeinden. Der barocke Saalbau ist mit einer Kanzel ausgestattet, die von Marcel Cagnon stammt, der Altar wurde nach einer Renovierung 1959 von Eva Limbach gestaltet. 1963 wurde die Rieger-Orgel als Synthese europäischer Orgelschulen eingebaut.

  

Heinrich Heine drückte im Nachbarhaus die Schulbank, sein Geburtshaus liegt gegenüber auf der Bolkerstraße.

In den letzten Jahrzehnten gingen von hier wichtige Impulse für eine neue kirchliche Musikkultur aus. Heute ist die Neanderkirche mit ihren Kantatengottesdiensten Mittelpunkt des gottesdienstlichen Gemeindelebens. Sie ist beliebt für Trauungen und Taufen, hier hat die Reihe 3 mal Neu einen festen Platz, Gemeindefeste, Weihnachtsmarkt, Altstadtherbst und sommerliche Orgelkonzerte verbinden Kirche und Altstadt. Der Hauptgottesdienst am Sonntag beginnt um 11 Uhr.